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Herstellung von Wärmetauscherrohrböden und Prallblechen

Wärmetauscherrohrboden

In der Konstruktion von Rohrbündelwärmetauschern übernimmt der Wärmetauscherrohrboden eine zentrale strukturelle und funktionale Rolle. Diese robuste Platte dient nicht nur zur Trennung der beiden Fluidströme, sondern bildet den Träger für das gesamte Rohrbündel. Für Einkäufer und Planer ist das Verständnis der Details zu Material, Design und Fertigung entscheidend, um Langlebigkeit und Effizienz der Anlage zu gewährleisten.

Vergrößerte Darstellung eines Wärmetauscherrohrbodens mit präzisen Bohrungen

Präzisionsgefertigter Rohrboden für einen Rohrbündelwärmetauscher.

Wärmetauscherrohrboden Fertigung

Der Fertigungsprozess eines Rohrbodens bestimmt maßgeblich seine Qualität und Zuverlässigkeit im Dauereinsatz. Er erfordert hohe Präzision und materialspezifisches Know-how.

Schlüsselschritte der Herstellung

  1. Materialauswahl und Prüfung: Die Wahl des Grundmaterials erfolgt basierend auf Druck, Temperatur und chemischer Belastung. Neben Standardmaterialien wie Kohlenstoffstahl (P265GH) oder Edelstahl (316L) kommen bei korrosiven Medien auch Nickellegierungen (Inconel 625) oder titanverstärkte Werkstoffe zum Einsatz. Eine eingehende Materialprüfung (z.B. Ultraschall) gewährleistet Freiheit von inneren Fehlstellen.
  2. Zuschnitt und Grobbearbeitung: Die Platte wird mittels Wasserstrahlschneiden oder Plasmaschneiden auf das Nennmaß gebracht. Dieses Verfahren minimiert Wärmeeinflusszonen, die die Materialeigenschaften verändern könnten.
  3. Präzisionsbohren der Rohrlöcher: Dies ist der kritischste Schritt. Die Bohrungen werden auf CNC-gesteuerten Tieflochbohrmaschinen mit einer Toleranz von oft nur ±0,05 mm und einer spezifizierten Oberflächenrauheit (Rz-Wert) ausgeführt. Das Lochmuster – meist dreieckig oder quadratisch angeordnet – wird exakt nach dem Tube Layout des Wärmetauschers umgesetzt.
  4. Entgraten und Oberflächenfinish: Jedes Bohrloch wird entgratet, um Spannungsrisse zu vermeiden und einen sauberen Sitz der Wärmetauscherrohre zu ermöglichen. Abschließend erhält die Plattenoberfläche je nach Anforderung eine Bearbeitung durch Fräsen oder Feinschleifen.
  5. Qualitätssicherung und Kennzeichnung: Vor dem Ausliefern erfolgt eine 100%-Inspektion der Lochabmessungen und -abstände. Jeder Rohrboden erhält eine eindeutige Kennzeichnung (Wärme-/Chargennummer, Materialcode), die eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sicherstellt.

Wärmetauscherrohrboden Materialien

Die Materialwahl ist kein Standardprozess, sondern eine anwendungsorientierte Abwägung zwischen Kosten, Leistung und Lebensdauer. Die folgende Übersicht hilft bei der ersten Einschätzung.

Material Typische Bezeichnung Einsatzbereich (Beispiel) Vorteile für den Rohrboden Besondere Überlegungen für den Einkauf
Kohlenstoffstahl P265GH, SA516 Gr.70 Heißwassererzeuger, Standard-Kühlanlagen Kostengünstig, gute mechanische Festigkeit, gut schweißbar Korrosionsschutz (Beschichtung) bei wechselnden Medien prüfen. Anfällig für Spannungsrisskorrosion.
Edelstahl (Austenitisch) 304/304L, 316/316L Lebensmittelindustrie, chemische Prozesse mit leichter Korrosion Hohe Korrosionsbeständigkeit, gute Umformbarkeit Möglichkeit von Spannungsrisskorrosion bei chloridhaltigen Umgebungen beachten. Materialzertifikat 3.1 erforderlich.
Duplex-Stahl SAF 2205, Duplex 31803 Offshore-Anwendungen, Meerwasserentsalzung Sehr hohe Festigkeit, gute Korrosions- und Erosionsbeständigkeit Verarbeitung erfordert spezielle Expertise. Thermische Belastung beim Schweißen genau kontrollieren.
Nickellegierungen Inconel 600/625, Hastelloy C-276 Hochkorrosive Umgebungen, Petrochemie unter extremen Bedingungen Ausgezeichnete Beständigkeit gegen Oxidation und Korrosion in Säuren Sehr hohe Materialkosten. Lieferzeit und Verfügbarkeit frühzeitig klären. Besondere Anforderungen an die Bohrtechnik.
Titan Gr. 2, Gr. 5 Meerwasserwärmetauscher, chloridreiche Medien Herausragende Korrosionsbeständigkeit, besonders in Chloriden, leicht Sehr hoher Preis. Anfällig für Verschleiß bei abrasiven Medien. Bei Kontakt mit anderen Metallen kann galvanische Korrosion auftreten.

Hinweis für Entscheider: Neben dem reinen Materialpreis sind die Total Cost of Ownership entscheidend. Ein höherwertiger Rohrboden vermeidet teure Stillstandszeiten durch vorzeitigen Austausch und ist oft die wirtschaftlichere Langzeitinvestition.

Wärmetauscherrohrboden Design

Das Design des Rohrbodens wird durch die Druckbehälterrichtlinien (z.B. AD 2000 Merkblatt, ASME Sec. VIII Div.1) und die spezifischen Betriebsparameter vorgegeben. Zwei zentrale Konzepte sind hier relevant:

  • Lochteilung (Pitch) und Anordnung: Das Verhältnis zwischen Lochabstand (Pitch) und Rohrdurchmesser beeinflusst die mechanische Stabilität und den Strömungswiderstand auf der Mantelseite. Eine größere Lochteilung erhöht die Steifigkeit, verringert aber die Anzahl der Rohre und damit die Wärmeübertragungsfläche.
  • Umfang der Rohrversiegelung: Die Verbindung zwischen Rohr und Rohrboden – meist durch Ausdehnen (Roller Expanding), Schweißen oder eine Kombination aus beidem (strength welding) hergestellt – muss so ausgelegt sein, dass sie thermische Ausdehnung und Druckzyklen über die gesamte Lebensdauer aushält.

Das Zusammenspiel von Rohrboden und Leitblech

Die Funktion des Wärmetauschers wird maßgeblich durch das Zusammenspiel von Rohrboden und Wärmetauscherleitbleche optimiert. Während der Rohrboden das Rohrbündel fixiert und abdichtet, lenken die im Mantelrohr angebrachten Leitbleche den Fluidstrom. Diese gezielte Führung erhöht die Turbulenz und damit den Wärmeübergangskoeffizienten erheblich, während sie gleichzeitig Vibrationen der Rohre dämpft und so Schäden vorbeugt. Die Positionierung der Leitbleche muss exakt auf den Rohrabstand im Rohrboden abgestimmt sein.

Wärmetauscherrohrboden Prüfung und Normen

Für die Qualitätssicherung sind spezifische Prüfverfahren unerlässlich. Neben der bereits erwähnten zerstörungsfreien Materialprüfung (UT) ist die Druckprüfung des fertigen Rohrboden-Rohr-Bündels ein Standard. Hierbei wird der Mantelraum unter Wasser mit einem definierten Überdruck (z.B. das 1,3-fache des Auslegungsdrucks) beaufschlagt, um die Dichtheit aller Verbindungen zu verifizieren. Die Einhaltung internationaler Normen wie TEMA R (Standard für chemische Prozesse) oder TEMA C (allgemeiner Dienst) gibt Einkäufern einen klaren Rahmen für die erwartete Ausführung vor.

Die fachgerechte Auslegung, Materialwahl und Fertigung des Wärmetauscherrohrbodens ist somit keine Nebenüberlegung, sondern eine fundamentale Stellschraube für die Leistungsfähigkeit und betriebliche Sicherheit des gesamten Wärmeübertragungssystems.

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