Extrudierte gezackte Rippenrohre ähneln extrudierten Aluminiumrippenrohren, außer dass die Aluminiumrippe gezackt ist, was die Wärmeübertragungskapazität des Rippenrohrs erheblich verbessert. Durch Komprimieren eines Aluminiumrohrs werden extrudierte Rippenrohre hergestellt. Zur Herstellung einer Aluminiumrippe werden ein Bimetallrohr, ein Basisrohr und ein Aluminiummuffenrohr verwendet. Die Rippen werden durch Kaltwalzen aus der Wandstärke der Aluminiummuffenrohre geformt. Da das Basisrohr zwischen den Rippen für die Atmosphäre nicht sichtbar ist, bietet eine extrudierte Rippe einen hervorragenden Korrosionsschutz.
Die maximale Betriebstemperatur von extrudierten gezackten Rippenrohren beträgt 300 °C. Dadurch ist die Basis des Rohrs vollständig mit dem Hauptrohr verbunden. Da diese Lamellen niemals brechen, sich verformen oder lösen, bleibt ihre Heizleistung im Laufe der Zeit konstant.
| ASTM A179 Extrudierte gezackte Aluminium-Rippenrohre | ||||
|---|---|---|---|---|
| Basisrohrmaterial | Lamellenmaterial | Rohrlänge (mm) | Ge zähnte Nummer | Anzahl der Rippenrohre (Stk.) |
| ASME SA179 | Aluminium | 5200 | 24 | 660 |
| Außendurchmesser Basisrohr (mm) | Dicke Basisrohr (mm) | Lamellenhöhe (mm) | Lamellendicke (mm) | Lamellenabstand (mm) |
| 25,4 | 2,77 | 12,7 | 0,4 | 2,54 |
| ASTM A214 Extrudierte gezackte Aluminium-Rippenrohre | ||||
|---|---|---|---|---|
| Basisrohrmaterial | Lamellenmaterial | Rohrlänge (mm) | Ge zähnte Nummer | Anzahl der Rippenrohre (Stk.) |
| ASME SA214 | Aluminium | 10200 | 24 | 272 |
| Außendurchmesser Basisrohr (mm) | Dicke Basisrohr (mm) | Lamellenhöhe (mm) | Lamellendicke (mm) | Lamellenabstand (mm) |
| 25,4 | 1,65 | 15,8 | 0,4 | 2,54 |
Der Herstellungsprozess beginnt mit einem glatten Basisrohr (meist Stahllegierungen wie SA179 oder SA214). Darüber wird ein Aluminium-Mantelrohr geschoben. In einem Kaltwalzverfahren werden dann aus der Wandstärke des Aluminiummantels die Rippen herausgeformt – und zwar gleich mit den typischen Zacken. Diese Verzahnung entsteht durch speziell profilierte Walzen. Das Besondere: Die Verbindung zwischen Basisrohr und Rippe ist metallurgisch nicht stoffschlüssig, aber durch den hohen Anpressdruck formschlüssig und extrem dicht. Dadurch gibt es keinen Luftspalt, der die Wärmeleitung behindern würde.
Die gängigste Paarung ist ein Basisrohr aus Kohlenstoffstahl (z. B. ASTM A179) mit Aluminiumrippen (Legierung 1060/3003). Für aggressivere Umgebungen wird oft Edelstahl (TP304/316) als Basisrohr gewählt, die Rippen bleiben wegen der hervorragenden Wärmeleitfähigkeit aus Aluminium. Die folgende Übersicht zeigt typische Kombinationen:
| Basisrohr-Werkstoff | Rippenwerkstoff | Typische Anwendung | max. Temperatur |
|---|---|---|---|
| ASTM A179 (C-Stahl) | Al 1060 | Luftkühler, Prozesskühlung | 300 °C |
| ASTM A214 (C-Stahl) | Al 3003 | Kompressoren, Wärmerückgewinnung | 280 °C |
| TP304 Edelstahl | Al 6063 | Chemie, leicht aggressive Atmosphäre | 320 °C* |
| TP316 Edelstahl | Al 1050 | Offshore, Salzwasser | 300 °C |
* kurzfristig, dauerhaft empfohlen ≤ 300 °C
Neben den bereits gezeigten Tabellen gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Die Wahl der richtigen Rippenhöhe und -teilung entscheidet maßgeblich über die Effizienz. Hier eine Übersicht gängiger Bereiche:
| Parameter | Üblicher Bereich | Einfluss auf Leistung |
|---|---|---|
| Rippenhöhe | 8 – 19 mm | höhere Rippe = mehr Oberfläche, aber größerer Druckverlust |
| Rippenteilung (Abstand) | 2,1 – 5 mm | engere Teilung = mehr Rippen pro Meter = höhere Leistung, aber schneller verschmutzt |
| Rippendicke | 0,3 – 0,6 mm | dicker = stabiler, aber etwas weniger Rippen pro Meter |
| Zacken pro Rippe | 18 – 36 | mehr Zacken = stärkere Turbulenz, besserer Wärmeübergang |
Drei Faktoren spielen die Hauptrolle: die Strömungsgeschwindigkeit des Mediums außen (Luft/Gas), die Rippengeometrie (Höhe, Teilung, Zacken) und der Wärmeübergangswiderstand zwischen Basisrohr und Rippe. Extrudierte Rippenrohre haben hier dank des engen Kontakts einen klaren Vorteil gegenüber aufgeschobenen oder gewickelten Rippen. Zudem sorgen die Zacken für Mikroturbulenzen, die den äußeren Wärmeübergangskoeffizienten um 15–25 % steigern können.
Die Auswahl richtet sich nach Betriebstemperatur, Druck im Rohr, Korrosionsbelastung und Budget. Für reine Luftkühler abseits der Küste reicht meist ein Basisrohr aus A179 mit Aluminiumrippen. Ist mit Salznebel oder chemischen Dämpfen zu rechnen, empfiehlt sich Edelstahl als Basisrohr. Bei sehr staubiger Umgebung wählt man eher eine größere Rippenteilung (> 3,5 mm), um Ablagerungen zu minimieren.
Durch das Kaltwalzen sitzt die Aluminiumrippe unter mechanischer Spannung auf dem Basisrohr. Bei Erwärmung dehnt sich Aluminium stärker aus als Stahl – dadurch wird der Sitz sogar noch fester. Ein Ablösen oder Lockerwernen ist praktisch ausgeschlossen. Deshalb eignen sie sich hervorragend für zyklische Prozesse mit häufigen An- und Abfahrvorgängen.
请输入搜索关键字
确定