ASTM A182/A182M ist eine zentrale Spezifikation für geschmiedete oder gewalzte Rohrplatte, Rohrflansche, geschmiedete Fittings und Ventile aus legiertem und rostfreiem Stahl – speziell ausgelegt für den Einsatz bei hohen Temperaturen. Diese Norm definiert Anforderungen an Materialqualität, Herstellung, Prüfung und Lieferbedingungen, um Sicherheits- und Leistungsstandards in Drucksystemen zu gewährleisten. Im Folgenden die vollständige, SEO-optimierte Darstellung der Spezifikation.
Die ASTM A182/A182M Spezifikation umfasst geschmiedete Rohrleitungskomponenten aus niedriglegiertem und rostfreiem Stahl für den Einsatz in Drucksystemen bei hohen Temperaturen. Dazu gehören Flansche, Armaturen, Ventile und ähnliche Teile mit festgelegten Abmessungen oder Maßnormen – insbesondere die ASME-Spezifikationen, auf die in Abschnitt 2 verwiesen wird. Diese Komponenten sind für Anwendungen mit erhöhten Temperaturen und Drücken konzipiert, wo Materialbeständigkeit und Zuverlässigkeit kritisch sind.
Für Stangen und Produkte, die direkt aus Stangen hergestellt werden (mit Ausnahme derer, die direkt in dieser Spezifikation behandelt werden; siehe 6.4), siehe Spezifikationen A479/A479M und A739 für die in diesen Spezifikationen verfügbaren ähnlichen Güten. Produkte nach ASTM A182/A182M sind auf ein Höchstgewicht von 10.000 lb [4540 kg] beschränkt. Für größere Produkte oder Anwendungen jenseits des Standardumfangs empfehlen sich die Spezifikationen A336/A336M (ferritische Güten) und A965/A965M (austenitische Güten).
Die ASTM A182/A182M umfasst mehrere Sorten niedriglegierter Stähle sowie ferritische, martensitische, austenitische und ferritisch-austenitische (Duplex-)rostfreie Stähle. Die Auswahl richtet sich nach Konstruktions- und Serviceanforderungen (insbesondere Temperaturbelastung und Korrosionsrisiko). Viele ferritisch-austenitische (Duplex-)Sorten sind zudem in der Spezifikation A1049/A1049M enthalten.
Zusätzliche Prüfungen oder Kontrollen können auf Anfrage vereinbart werden. Diese gelten jedoch nur, wenn sie vom Käufer individuell in der Bestellung explizit angegeben werden – z. B. erweiterte Korrosionsprüfungen oder Materialanalysen für extrem harte Betriebsbedingungen.
Die ASTM A182/A182M wird sowohl in Zoll-Pfund-Einheiten als auch in SI-Einheiten ausgedrückt. Sofern in der Bestellung nicht die Spezifikationsbezeichnung „M“ (SI-Einheiten) angegeben ist, erfolgt die Lieferung standardmäßig in Zoll-Pfund-Einheiten. Die Werte beider Systeme sind separat als Standard zu betrachten (nicht zwingend exakt äquivalent) und dürfen nicht kombiniert werden, um Abweichungen vom Standard zu vermeiden. SI-Einheiten sind im Text in Klammern angegeben.
Diese internationale Norm wurde in Übereinstimmung mit anerkannten Grundsätzen zur Normung entwickelt – konkret dem Beschluss über Grundsätze für die Entwicklung internationaler Normen des Ausschusses für technische Handelshemmnisse (TBT) der Welthandelsorganisation. Dies gewährleistet die Anerkennung und Anwendbarkeit weltweit.
Zusätzlich zu den in der Spezifikation A961/A961M aufgeführten Referenzdokumenten gelten folgende Normen für die ASTM A182/A182M:
Definitionen der in der ASTM A182/A182M verwendeten Begriffe finden Sie in der Spezifikation A961/A961M (allgemeine Anforderungen an Rohrleitungskomponenten).
3.2.1 gehärteter Zustand, n – Für Stahlgüte F23 der metallurgische Zustand, der nach dem Normalisieren und Abkühlen auf Raumtemperatur (vor dem Anlassen) erreicht wird. Dieser Zustand gewährleistet die erforderliche Härte und Festigkeit für Hochtemperaturanwendungen.
Der Käufer hat die Verantwortung, in der Bestellung alle erforderlichen Informationen für den Kauf des ASTM A182/A182M-konformen Materials anzugeben. Zusätzlich zu den Bestellinformationen in Spezifikation A961/A961M müssen Bestellungen folgende Punkte enthalten:
Produkte nach ASTM A182/A182M müssen den Anforderungen der Spezifikation A961/A961M entsprechen – einschließlich aller in der Kaufvereinbarung angegebenen zusätzlichen Anforderungen. Die Nichteinhaltung der allgemeinen Anforderungen von A961/A961M stellt eine Nichtübereinstimmung mit der ASTM A182/A182M dar. Im Falle eines Konflikts zwischen den Anforderungen beider Spezifikationen hat die ASTM A182/A182M Vorrang.
Niedriglegierte ferritische Stähle werden im Siemens-Martin-Verfahren, im Elektroofen-Verfahren oder im Sauerstoff-Weichstahl-Verfahren hergestellt – jeweils mit Optionen für separate Entgasungs- und Frischprozesse. Diese Verfahren gewährleisten die Reinheit des Stahls und minimieren Verunreinigungen, die die Hochtemperaturbeständigkeit beeinträchtigen würden.
Rostfreie Stähle nach ASTM A182/A182M müssen nach einem der folgenden Verfahren geschmolzen werden:
Für Stahlgüte F XM-27Cb ist zudem Elektronenstrahlschmelzen zulässig. Diese Verfahren gewährleisten die hohe Korrosionsbeständigkeit und mechanische Stabilität von rostfreien Stählen bei hohen Temperaturen.
Es muss eine ausreichende Entsorgung erfolgen, um sicherzustellen, dass keine schädlichen Verunreinigungen im Material vorhanden sind und keine unzulässige Entmischung stattfindet. Dies ist entscheidend für die Konsistenz der Materialeigenschaften.
Das Material muss so nah wie möglich an der angegebenen Form und Größe geschmiedet werden, um Materialverschwendung zu minimieren und die erforderliche Struktur zu gewährleisten. Besondere Regelungen:
Sofern in 6.4 nichts anderes vorgesehen ist, muss das fertige Produkt ein Schmiedestück gemäß der Definition im Abschnitt „Terminologie“ der Spezifikation A788/A788M sein. Dies gewährleistet die erforderliche Dichte und Festigkeit des Materials für Hochtemperaturanwendungen.
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